Initiative „Cancer Nurse“

Treffen der AHOP mit VertreterInnen von Bildungsinstitutionen in Österreich 

Linz am 11. Oktober 2018

Nach einem ersten Treffen im Jahr 2014, initiierte die Arbeitsgruppe rund um die Initiative Cancer Nurse ein neues Treffen mit jenen VertreterInnen der Bildungsinstitutionen in Österreich, die für die Weiterbilung „Onkologische Pflege“ nach §64 GuKG (idgF) verantwortlich sind. Von Westen nach Osten freuten wir uns über den Leiter der Weiterbilung im AZW in Innsbruck, Herrn Harald Tamerl, MSc, Herrn Markus Greger, BScN, MScN – Leiter der Weiterbildung am Vinzentinum Linz sowie den Lehrkollegen Herrn Thomas Neubauer, BScN, MScN, Frau Mag. PhDr. Silivia Neumann-Ponesch, MAS als Leiterin des akademischen Lehrgangs „Cancer Nurse“ an der FH-Oberösterreich, Frau Sanela Weissenhorn als Leiterin der Weiterbildung an der Akademie für Fort- und Sonderausbildung im Wiener Krankenanstaltenverbund und Frau Edtih Vollmann, MSc als Leiterin der Weiterbildung in der KAGES in Graz.

Durch den Tag morderierten Seitens der AHOP, 1. Vize-Präsidentin Maria Röthlin und Schriftführer Harald Titzer, Bsc, MSc. Präsident Josef Trattner, BSc, MSc musste sich leider kurzfristig entschuldigen, wünschte jedoch telefonisch viel Erfolg für den Tag.

Das Ziel dieses Treffens bestand neben der Vernetzung darin, das neue überarbeitete Cancer Nursing Education Framework – der EONS (European Oncology Nursing Society) kennenzulernen, Inhalte zu diskutieren und auf den Bildungssektor Österreich zu übertragen. Der Education Framework ist hier abzurufen. Dieses Dokument bildet den Rahmen an dem sich sowohl die Arbeitsgruppe der Initiative „Cancer Nurse“, als auch die Empfehlungen zur Ausbildung von Pflegepersonen mit Weiterbildung Onkologische Pflege, orientieren.

Der Vormittag wurde zum Kennenlernen und zum Austausch genutzt. Es konnte festgestellt werden, dass die Weiterbildung in allen Institutionen weit über dem Mindestausmaß von 160 Stunden (§ 12, Verordnung der Bundesministerin für Gesundheit und Frauen über Weiterbildungen für Gesundheits- und Krankenpflegeberufe (Gesundheits- und Krankenpflege-Weiterbildungsverordnung – GuK-WV) liegt. Dies wird wird von der EONS stark hervorgehoben, da die Ausbildung einem Umfang von 60 ECTS entsprechen soll. Schwierigkeiten gibt es teilweise dahingehend, TeilnehmerInnen für die Weiterbildung zu rekrutieren. Hier ist jedoch eine hohe Varianz zwischen den Bundesländern zu erwähnen. Die AHOP erkennt an dieser Stelle die Notwendigkeit – die Praxis dahingehend zu bestärken, dass sich Pflegepersonen in diesem speziellen Fachgebiet, professionelle ausbilden lassen können. Dies ist nicht in allen Fachbereichen der Pflege in Österreich der Fall. Pflegepersonen in der Onkologie und Hämatologie sind in diesem Fall Vorbilder.

Der Nachmittag wurde den Inhalten des Education Frameworks gewidmet die sich im groben auf den Inhalt der nachfolgenden Abbildung 1 beziehen.

Der Tag zeichnete sich durch konstruktive Diskussion und gemeinsames Verständnis für die Weiterentwicklung der Ausbildung in der hämatologischen und onkologischen Pflege aus. Im Konsens wurde beschlossen, dass die AHOP aktiv in ihren Bildungsveranstaltungen zur Weiterbildung motiviert. Ein Vorhaben für das Jahr 2019 ist der Kontakt zu Pflegedirektorinnen und Pflegedirektoren um an dieser hochrelevanten Position ebenso Bedürfnisse und Bedarf zu erfassen um entsprechende Unterstützung durch die Fachgesellschaft anbieten zu können.

 

AHOP – Initiative „Cancer Nurse“ 

Aktualisiertes Konzept

Juni 2015

Im Juni 2015 wurde das Konzept der AHOP-Initiative „Cancer Nurse“ aktualisiert und hiermit vorgestellt.

In Zusammenarbeit mit verschiedenen Bildungsexpertinnen und Experten sowie den LeiterInnen der Weiterbildungsinstitutionen in ganz Österreich konnte das Konzept an derzeitige Entwicklungen angepasst werden. Die bevorstehende Novelle des GuKG (Bundesgesetz über Gesundheits- und Krankenpflegeberufe BGBl. I Nr. 108/1997) gibt Anlass dazu sich über derzeitige Berufsentwicklungen Gedanken zu machen und Seitens der AHOP eine Empfehlung in Richtung einer Spezialisierung zu machen. Die Empfehlung zur Reform der Ausbildung geht in Richtung Sonderausbildung für Spezialaufgaben. Analog zu den Empfehlungen zum Ausbildungscurriculum der European Oncology Nursing Society (2013) und den Abstimmungsergebnissen der Ausbildungsinstitutionen sowie der Studiengangsleiterin für Pflegewissenschaften an der Universität Wien, erteilt die AHOP nachfolgende Empfehlungen zur Weiterentwicklung, Professionalisierung und Ausbildung der Cancer Nurse in Österreich.

 

Im Rahmen der Festveranstaltung zum 20-jährigen Bestehen der AHOP stellte der langjährige AHOP-Präsident und der derzeit gewählte 2. AHOP-Vizepräsident Oberpfleger Bernhard Glawogger die Initiative „Cancer Nurse“, vor. Diese vor vier Jahren gestartete Aktivität ist derzeit sicherlich für die Zukunft der hämatologischen und onkologischen Pflege in Österreich die wichtigste Maßnahme der AHOP. Mit einer einheitlichen Weiterbildung, die verstärkt die Entwicklungen im hämatoonkologischen Pflegebereich berücksichtigen soll, soll die Qualität und Professionalität der Pflegenden zum Nutzen der betreuten PatientInnen weiter gesteigert werden.

Die Entwicklungen auf dem Gebiet der Hämatologie und der Onkologie machen es notwendig, dass auch im Bereich der Pflege ExpertInnen ausgebildet und eingesetzt werden.

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AHOP Cancer Nurse 2015 (pdf, 133KB)

Das bedeutet, dass in Österreich abhängig von der Anzahl der betreuten hämatologischen und onkologischen PatientInnen und der angebotenen Therapieformen eine festgelegte Anzahl an spezifisch ausgebildeten Pflegenden („Cancer Nurse“) in einer onkologischen Betreuungseinrichtung (Bettenstation, Tagesklinik, Ambulanz, extramuralen Bereich) beschäftigt sein müssen.Weiters wurde Ende Oktober 2014 ein überarbeiteter und aktualisierter Folder zur AHOP-Initiative „Cancer Nurse“ vorgestellt, in dem in Konzeptform alle relevanten Punkte und Anforderungen dieses für die Zukunft der österreichischen Gesundheitswesens wichtigen Projektes übersichtlich zusammengefasst sind. Diesen aktualisierten Folder können sich AHOP-Mitglieder im Bereich „AHOP-Intern Initiative „Cancer Nurse“ – inklusive Diskussionsblog“ downloaden.

 


 

Inititiative „Cancer Nurse“:
Erfolgreiches Treffen mit den Weiterbildungsstätten

Initiiert von der AHOP fand Ende März 2014 im Rahmen unserer Initiative „Cancer Nurse“ ein erstes gemeinsames und erfolgreiches Treffen von sechs nationalen Weiterbildungsstätten der Onkologischen Pflege (Wien, St. Pölten, Linz, Salzburg, Graz und Innsbruck) und von fünf VertreterInnen des AHOP-Präsidiums (AHOP Präsident Wolfgang Hofer sowie die Vorstandsmitglieder Maria Röthlin, Ernst Wauch, Josef Trattner und Harald Titzer) in Salzburg statt. Ziel dieses prominent besetzten Treffens war es, die Ausbildungsinhalte der Weiterbildung „Onkologische Pflege“ miteinander zu vergleichen und gemeinsame Inhalte bezogen auf das AHOP-Konzept „Cancer Nurse“ abzustimmen bzw. anzugleichen. Die wichtigsten Ergebnisse finden AHOP-Mitglieder im Bereich AHOP-Intern/Initiative „Cancer Nurse“ der AHOP-Homepage.
Nähere Informationen



„Cancer Nurse“ als hämatoonkologische Fach-Pflegeperson

Im Sommer 2010 hat die AHOP, die Arbeitsgemeinschaft hämatologischer – onkologischer Pflegepersonen in Österreich, bei einer erweiterten Präsidiumssitzung in Linz beschlossen, Initiativen zu setzen, damit die hämato-onkologische Pflege in Österreich zur Sonderaufgabe (Sonderfach) aufgewertet wird. Das bedeutet, dass in Österreich abhängig von der Anzahl der betreuten hämatologischen und onkologischen PatientInnen und der angebotenen Therapieformen eine genau festgelegte Anzahl an spezifisch aus- bzw. weitergebildeten DGKS und DGKP („Cancer Nurse“) in einer Krankenhausstation (Bettenstation, Tagesklinik, Ambulanz) beschäftigt sein muss.

Neben ständig durchgeführten Beratungen und Initiativen gab es jeweils im Sommer Treffen des Arbeitskreises, die im Jahr 2011 in Salzburg (linkes Bild), Anfang Juli 2012 in Graz (rechtes Bild) und im August 2013 in Krems (unteres Bild) stattfanden.

Als erster Schritt wird von der AHOP die Funktion einer „Cancer Nurse“ als eine Österreich-weit anerkannte und EU-weit vergleichbare hämato-onkologische Fach-Pflegeperson definiert, die durch Aus-, Weiter- und Fortbildung in der Lage ist, Krebs-PatentInnen eine ihrer Erkrankung adäquate pflegerische Betreuung zu kommen zu lassen.

Das AHOP-Präsidium ist überzeugt davon, dass durch diese Initiative zur Etablierung der hämato-onkologische Fach-Pflegeperson („Cancer Nurse“) ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Qualitäts- und Kompetenz-Steigerung gesetzt wird, der speziell den PatientInnen, deren Betreuung und deren Lebensqualität zu gute kommt.

Wir laden alle AHOP-Mitglieder ein, uns ihre Meinung zu diesem Projekt, den einzelnen Punkten und Arbeitsschritten mitzuteilen. Aus diesem Grund haben wir auf unserer Homepage im „Internen Bereich“ eine eigene Seite „Initiative „Cancer Nurse““ eingerichtet. Dort gibt es laufend Informationen zu den aktuellen Entwicklungen. Darüber hinaus haben wir dort, um eine interaktive Diskussion mit unseren Mitgliedern zu ermöglichen, einen Blog eingerichtet. Das AHOP-Präsidium und der Arbeitskreis „Initiative „Cancer Nurse““ sind schon sehr gespannt auf Ihre Beiträge, die natürlich in den laufenden Prozess unserer Bemühungen einfließen werden.