Steiermark

Der nächste Fortbildungstermin:
NEXUS Steiermark: 23. Oktober 2017, Ort und Programm wird noch bekannt gegeben

GSK Nurse Academy in Zusammenarbeit mit der AHOP:
„Optimierung der Therapiebetreuung bei Brustkrebspatentinnen“

Nach zwei erfolgreichen Veranstaltungen in Wien im Herbst 2011 und in Linz im Frühling 2012 fand Ende Juni 2013 in Kooperation mit der AHOP bereits die 3. GSK Nurse Academy zum Thema „Optimierung der Therapiebetreuung bei Brustkrebspatentinnen“ in Graz statt. Erstmals trafen sich DGKS und DGKP von drei AHOP-Ländergruppen, von der AHOP-Steiermark, dem Kärntner Onko Trop Team und von der neu formierten AHOP-Burgenland, zu einer gemeinsamen Fortbildungsveranstaltung. Dafür wurde auch ein Bustransfer Klagenfurt-Graz & retour und Oberwart-Graz & retour eingerichtet.

Nach einer kurzen Begrüßung durch den Vertreter der AHOP-Steiermark, Stationspfleger DGKP Josef Trattner, der auch die derzeit laufenden Aktivitäten der AHOP den zahlreichen TeilnehmerInnen vorstellte, und der Leiterin der GSK Academy, Claudia Rebentisch, behandelte a.o. Univ.-Prof. Dr. Herbert Stöger (Klinische Abteilung für Onkologie, Universitätsklinik für Innere Medizin, Graz) das Thema „Brustkrebstherapien“ aus medizinischer Sicht. Verbesserte Therapieformen haben in den letzten Jahren zu einer zum Teil erheblichen Reduktion der Sterblichkeit und zu einer Lebensverlängerung der Patientinnen geführt. Trotzdem zählt das metastasierte Mammakarzinom zu den Krebsarten, die in der Regel nicht geheilt werden können und daher unter dem Aspekt der Palliativ-Therapie behandelt werden müssen. Da es bei allen gängigen Krebstherapien durch ihre Nebenwirkungen zu teilweise starken Beeinträchtigungen der Lebensqualität kommt, ist eine Abwägung, welche Therapien und mit welcher Dosis eingesetzt werden, von großer Bedeutung. Wichtig ist dabei, dass das Wohl der Patientinnen immer im Mittelpunkt steht. Nebenwirkungen sind aber nicht nur abhängig von der Substanz und der Dosis, andere Faktoren wie das Alter und der Allgemeinzustand der Patientinnen, Begleiterkrankungen, Therapiedauer und Vortherapien spielen auch eine wichtige Rolle.

Anschließend an diesen Vortrag behandelten zwei diplomierte Krankenschwestern, DGKS Bettina Kosel (Klinische Abteilung für Onkologie, Universitätsklinik für Innere Medizin, Graz) und DGKS Roswitha Grafe (Klinikinstitut für Strahlentherapie/Radioonkologie, Klinikum Klagenfurt am Wörthersee) drei der wichtigsten Nebenwirkungen einer Tumortherapie. DGKS Bettina Kosel stellte ein effektives Nebenwirkungsmanagement bei Mukositis und Diarrhoe vor. Neben gut geplanten pflegerischen Maßnahmen sind ein vorab gut erfasster Status, ständige Kontrollen und eine professionelle Dokumentation von großer Bedeutung. DGKS Roswitha Grafe zeigte an Hand eines sehr anschaulich vorgetragenen Fallbeispiels einer jungen Brustkrebs-Patientin den Teufelskreis zu dem Fatigue im Alltag führen kann. Die ständige Müdigkeit kann schnell zu einer Isolation führen, daher ist die Miteinbeziehung der Angehörigen sehr wichtig.

Nach einer Pause vermittelte die Diätologin Claudia Petru (Ernährungspraxis, Ordinationszentrum Privatklinik Ragnitz, Vorsitzende der Frauenkrebshilfe) Ernährungsempfehlungen und anschließend widmete sich Dr. Gabriele Traun-Vogt aus Wien dem Thema „Psychoonkologie, Diagnose Brustkrebs, Begleitung palliativer Patientinnen“. Mit einer Diskussion und zusammenfassenden Schlussworten wurde diese hervorragend organisierte Fortbildungsveranstaltung der GSK Nurse Academy und der AHOP beendet.

(Durch Anklicken der Bilder erhalten Sie ein größeres Format)